Montag, 24. August 2015

REZENSION - Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn

Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn
Julia Meyer
Erscheinungsdatum: 19.08.14
Genre: Psychothriller

Taschenbuch: 286 Seiten
Preis: 9,90€
ISBN: 978-1495202551

Ebook: Kindle Edition
Preis: 2,99€
ASIN: B00QOFJIY4

2. Teil ist geplant


Ricky durchlebte eine schwere Kindheit und kam nach einem schrecklichen Unfall, bei dem seinen kleine Schwester ums Leben kommt, in eine Pflegefamilie. Doch auch diese kann mit ihrem Geld und ihren Bemühungen nicht verhindern, dass Ricky immer labiler wird, vor allem, nachdem er auch noch mit Mobbing und Herzschmerz zu kämpfen hat. Aus dem labilen Ricky wird nach und nach ein von Wut geleiteter junger Mann, der auch bald vor Mord nicht mehr zurückschreckt...

Wer dieses Buch in seine Hände nimmt, sollte keines Wegs zart besaitet sein und schwache Nerven haben und zudem sollte er keinen typischen Thriller erwarten, sondern eine Geschichte, die einen tiefen und realistischen Einblick in die kranke Seele eines Serienmörders gibt und einem einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt.
Selbst ich musste oft schlucken, auch wenn ich sehr abgehärtet bin und mich solche Geschichten nicht völlig von den Socken hauen, da ich weiß, wie krank die Menschheit sein kann.

Besonders bemerkenswert war die Art, wie die Geschichte erzählt wurde - nämlich von Ricky selbst, der seine Lebensgeschichte und seine Taten auf der einen Seite kalt und abgebrüht beschreibt, es aber gleichzeitig schafft, dass man zwischendurch auch wieder Mitleid für ihn empfindet.
Die Autorin weiß, wie sie den Leser in den Bann des Buches ziehen kann, denn vor allem durch diese Extreme - Mitleid und Verständnis und gleichzeitig absolute Abneigung Ricky gegenüber - und dem wahnsinnig fesselnden Schreibstil, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Es entwickelte sich sozusagen eine Faszination und ein riesen Interesse Ricky gegenüber, das eindeutig dadurch gesteigert wurde, dass die Autorin das Innenleben, die psychologischen Aspekte und vor allem Rickys Morde so geschickt und gut beschrieben hat.

Wie schon erwähnt, musste selbst ich, die nicht leicht zu schocken ist, öfter schlucken, vor allem als die Morde beschrieben wurden. Es ist also definitiv nichts für zart besaitete.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch einen tiefen und realistischen Einblick in die gebrochene und kranke Seele eines Serienmörders geliefert hat und mich auf der einen Seite schockiert und auf der anderen sehr berührt hat.

4,5 von 5 Sterne




Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar!
Melancholia ♥

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